1921 hatten fast 30 Prozent der 19-jährigen Schweizer Rekruten einen Kropf. In Luzern und Obwalden war jeder vierte Mann dienstuntauglich, weil die Schilddrüse ihm die Luft abdrückte. In der Stadt Bern zeigten 94 Prozent der Schulkinder eine Schwellung am Hals. Und in manchen Tälern kam jedes zehnte Kind mit dem auf die Welt, was man damals Kretinismus nannte: kleinwüchsig, taub, stumm, schwer geistig behindert. Mindestens 5000 solche Menschen lebte 1922 in der Schweiz. Mark Twain zitierte einen englischen Reisenden: «Ich habe die Hauptattraktionen der Schweiz gesehen – den Montblanc und den Kropf – jetzt nach Hause.» [1]
Ein Jahrhundert später ist das Land, das die Welt vom Kropf befreit hat, wieder an der Grenze angekommen. Nur merkt es kaum jemand.
Meine These: Die offizielle Jodempfehlung ist ein Schilddrüsen-Minimum, kein Gehirn-Optimum. Sie wurde aus der Frage abgeleitet, wie viel Jod die Drüse braucht, um nicht anzuschwellen. Die Frage, wie viel das Gehirn eines Ungeborenen braucht, kam später und wird bis heute schlechter beantwortet. Genau in dieser Lücke – zwischen «kein Kropf» und «volle Entwicklung» – verlieren Kinder IQ-Punkte, die niemand je sieht, weil man nicht messen kann, was ein Kind hätte werden können.
Ein Element für ein Hormon
Jod ist ein Spurenelement, das im Meer reichlich, in Alpenböden fast gar nicht vorkommt. Wer in der Schweiz nur isst, was hier wächst, nimmt praktisch kein Jod auf [2]. Der Körper braucht es für genau einen Zweck, der aber alles steuert: die Schilddrüsenhormone. Thyroxin (T4) trägt vier Jodatome, Trijodthyronin (T3) drei. Ohne Jod kein Hormon, so einfach ist die Chemie [3].
Diese Hormone sind der Taktgeber des Stoffwechsels. Beim Erwachsenen regeln sie Energieumsatz, Herzfrequenz, Körpertemperatur. Beim Fötus tun sie etwas Unwiderrufliches: Sie steuern, wie Nervenzellen wandern, sich verzweigen und mit Myelin ummantelt werden – dem Isoliermaterial, das Nervenleitungen schnell macht. Und das Timing ist gnadenlos. In den ersten Schwangerschaftsmonaten hat der Fötus noch keine eigene funktionierende Schilddrüse. Sein Gehirn baut sich ausschliesslich mit dem T4 der Mutter [4]. Hat sie zu wenig Jod, fehlt dem Hirn das Baumaterial in genau der Phase, in der die Architektur gelegt wird. Was dann nicht entsteht, holt kein Nahrungsergänzungsmittel im Kindergarten nach.
Ein Bild: Jod ist nicht der Treibstoff des Gehirns, sondern der Bauplan-Kurier. Kommt er zu spät, steht das Haus – nur schief.
Wie ein Appenzeller Landarzt die Schweiz reparierte
Theodor Kocher, später Nobelpreisträger, erfasste 1883 den Kropf in Berner Schulen systematisch [5]. Aber die Ursache blieb umstritten – man vermutete Schneewasser, «Miasmen», Inzucht, moralisches Versagen [1]. 1918 zeigte der Walliser Arzt Otto Bayard an Schulkindern, dass winzige Jodmengen im Salz den Kropf zurückbildeten, ohne Nebenwirkungen [5,6]. 1922 setzte der Herisauer Chirurg Hans Eggenberger per Volksinitiative durch, dass Appenzell Ausserrhoden als erstes Gemeinwesen der Welt jodiertes Kochsalz einführte [6].
Die Medizin wehrte sich. Ein Zürcher Professor forderte, der Vorschlag müsse «energisch bekämpft» werden [1]. Trotzdem zogen die Kantone nach. Die Dosis war anfangs winzig: 3,75 mg Jod pro Kilo Salz. Sie wurde 1962 auf 7,5 mg erhöht, 1980 auf 15, 1998 auf 20 und 2014 auf 25 mg/kg – jedes Mal, weil Messungen zeigten, dass es nicht reichte [5,7,8]. Der Kropf verschwand. Der Kretinismus verschwand. Die Taubstummenanstalten leerten sich [5]. Die Schweiz gilt bis heute als das Lehrbuchbeispiel, wie man mit einem Rappen pro Person und Jahr eine Volkskrankheit ausradiert.
Wo die Empfehlung herkommt – und was sie nie gefragt hat
Jetzt zum Kern. Die Empfehlung für Erwachsene lautet 150 µg Jod pro Tag (WHO; Schweizer Wert in den D-A-CH-Referenzwerten ebenfalls 150 µg, für Schwangere 200 µg) [9,10]. Woher kommt die Zahl?
Das US-amerikanische Institute of Medicine hat sie 2001 aus Studien zum Jodumsatz der Schilddrüse abgeleitet: Man mass, wie viel Jod eine gesunde Drüse täglich aufnimmt und wieder abgibt – rund 95 µg – und schlug einen Sicherheitszuschlag drauf [9]. Die Frage lautete also: Wie viel braucht die Drüse, damit sie ohne Kompensation arbeitet? Nicht: Wie viel braucht ein Fötus im ersten Trimester?
Ähnlich bei den Bevölkerungsgrenzwerten der WHO. Ob ein Land «ausreichend versorgt» ist, entscheidet der Median der Jodkonzentration im Urin: 100 bis 199 µg/l gilt als adäquat, 50 bis 99 als «milder Mangel». Diese Schwellen wurden historisch dort gezogen, wo die Kropfhäufigkeit in Bevölkerungen zu steigen beginnt [11,12]. «Milder Mangel» heisst in dieser Logik: noch fast kein Kropf. Es heisst nicht: noch kein Schaden.
Dass das kein Wortklauben ist, zeigt die WHO selbst. Erst 2005 – über 80 Jahre nach Appenzell – hob sie die Empfehlung für Schwangere von 200 auf 250 µg an, ausdrücklich mit Blick auf die Hirnentwicklung des Kindes [13]. Die Drüse war lange versorgt. Das Gehirn kam als Nachtrag.
Die Evidenz, von stark nach schwach
Randomisierte Studien. Der historische Beleg stammt aus Papua-Neuguinea. Pharoah, Buttfield und Hetzel (1971) gaben Frauen in Bergdörfern mit schwerem Jodmangel eine einmalige Injektion jodierten Öls oder Placebo. Bei den Kindern der behandelten Mütter blieb der Kretinismus fast aus, in der Kontrollgruppe trat er weiter auf – der erste kausale Nachweis, dass mütterliches Jod das kindliche Gehirn schützt [14].
Bei mildem Mangel ist die Datenlage dünner, aber vorhanden. Zimmermann et al. (2006) gaben 310 albanischen Schulkindern mit mässigem Mangel entweder 400 mg jodiertes Öl oder Placebo. Nach 24 Wochen schnitt die Jodgruppe in vier von sieben kognitiven Tests signifikant besser ab, vor allem bei Informationsverarbeitung und Feinmotorik [15]. Gordon et al. (2009) wiederholten das in Neuseeland, einem Land mit nur mildem Mangel: 184 Kinder, 150 µg Jod pro Tag oder Placebo, 28 Wochen. Ergebnis: bessere Werte im logischen Denken und im Gesamtscore, Effekt im Bereich von 0,2 Standardabweichungen [16]. Klein, aber bei einem Nährstoff, der nichts kostet.
Ehrlich bleibt: Der grösste Versuch, mild unterversorgte Schwangere zu supplementieren, ging leer aus. Gowachirapant et al. (2017) gaben 832 Frauen in Bangalore und Bangkok täglich 200 µg Jod oder Placebo ab dem ersten Trimester. Mit fünf bis sechs Jahren zeigten die Kinder keinen Unterschied in der kognitiven Entwicklung [17]. Möglicher Grund: Die Frauen hatten bei Studienbeginn median rund 130 µg/l im Urin – knapp unter der Schwangerschaftsgrenze von 150, aber nicht tief. Was die Studie zeigt: Wer nur knapp darunter liegt, gewinnt durch Tabletten wenig. Was sie nicht zeigt: dass die Lücke egal ist. Eine Cochrane-Analyse (Harding et al. 2017) kam zum selben Schluss – zu wenig Daten für ein Urteil [18].
Metaanalysen von Beobachtungsdaten. Bleichrodt und Born (1994) fassten Studien aus Regionen mit chronischem Jodmangel zusammen: Kinder aus Mangelgebieten lagen im Schnitt 13,5 IQ-Punkte hinter Kindern aus versorgten Gebieten [19]. Qian et al. (2005) fanden in chinesischen Studien 12,45 Punkte [20]. Beobachtungsdaten, kein Kausalnachweis, und aus Gebieten mit schwerem Mangel – aber die Grössenordnung ist konsistent: eine knappe Standardabweichung.
Kohorten in reichen Ländern. Hier wird es für die Schweiz interessant, denn hier geht es um milden Mangel. Bath et al. (2013) untersuchten 1040 Mutter-Kind-Paare der britischen ALSPAC-Kohorte. Mütter mit einem Jod-Kreatinin-Verhältnis unter 150 µg/g im ersten Trimester hatten Kinder, die mit acht Jahren 1,58-mal häufiger im untersten Viertel des verbalen IQ lagen, 1,69-mal häufiger bei der Lesegenauigkeit und 1,54-mal beim Leseverständnis – nach Korrektur für 21 Störfaktoren [21]. Hynes et al. (2013) folgten 228 tasmanischen Kindern bis ins Alter von neun: Kinder von Müttern mit Urin-Jod unter 150 µg/l erzielten in standardisierten Schultests 10 Prozent tiefere Werte beim Rechtschreiben, 7,6 Prozent bei Grammatik und 5,7 Prozent bei Englisch [22].
Beide Kohorten stammen aus Ländern, die niemand als «Jodmangelgebiet» bezeichnen würde. Die Mütter hatten keinen Kropf. Sie lagen nur unter einer Schwelle, die man in den 1920ern noch gar nicht kannte.
Natürliche Experimente. Feyrer, Politi und Weil (2017) nutzten, dass die USA 1924 innerhalb weniger Jahre ihr Salz jodierten, und verglichen Rekrutendaten aus beiden Weltkriegen aus jodarmen und jodreichen Landkreisen. Für das am schwersten betroffene Viertel der Bevölkerung hob die Jodierung den IQ um etwa eine Standardabweichung – rund 15 Punkte. Das entspricht einem ganzen Jahrzehnt Flynn-Effekt [23]. Adhvaryu et al. (2020) fanden in denselben Daten höhere Erwerbsbeteiligung und Einkommen bei den nach der Jodierung Geborenen [24].
Und heute? Die Schweiz rutscht zurück
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit misst alle fünf Jahre. 2015: Schulkinder median 137 µg/l Urin-Jod, Frauen im gebärfähigen Alter 88 µg/l, Schwangere 140 µg/l – letztere bereits unter der Schwangerschaftsgrenze von 150. Das war der Grund, den Salzjodgehalt auf 25 mg/kg zu heben [8]. 2020 bis 2022, nach der Erhöhung: Schulkinder 127 µg/l, Schwangere 97 µg/l [25,26]. Nicht besser. Schlechter. Und das, obwohl 81 Prozent der Haushalte jodiertes Salz benutzen [26].
Warum? Weil das Salz im Haushalt nur einen Teil des Salzkonsums ausmacht. Brot, Käse, Fertigprodukte – die Industrie ist nicht verpflichtet, jodiert zu salzen. Wer wenig selbst kocht oder bewusst Salz spart, spart Jod mit [8]. Schwangere, die jodhaltige Supplemente nehmen, sind laut BLV besser versorgt [26].
Das ist der blinde Fleck: Wir feiern «100 Jahre Jodsalz» [27], während die einzige Gruppe, bei der es wirklich um Hirnentwicklung geht, wieder im Mangel ist. Kein Kropf, kein Kretinismus, kein Alarm. Nur Schwangere mit 97 µg/l – ein Wert, bei dem Bath und Hynes messbare Schuldefizite fanden.
Was folgt daraus – und was nicht
Aus den Daten lässt sich klar ableiten:
- Jodiertes Salz verwenden, konsequent, auch beim Backen [8]. Es ist das einzige Instrument, das in der Schweiz bevölkerungsweit nachweislich funktioniert.
- Schwangere und Stillende sollten die WHO-Menge von 250 µg pro Tag erreichen [13]. In der Schweiz geht das ohne Supplement kaum; das BLV-Monitoring zeigt, dass Supplement-Nutzerinnen besser dastehen [26]. Die geprüften Dosen liegen bei 150 bis 200 µg täglich [16,17].
- Idealerweise vor der Schwangerschaft beginnen – die entscheidenden Wochen sind die ersten, bevor viele Frauen überhaupt wissen, dass sie schwanger sind [4,21].
Was sich nicht ableiten lässt: dass mehr automatisch besser ist. Japaner nehmen über Algen geschätzt 1 bis 3 mg täglich auf, das Zehnfache der Empfehlung [28] – aber Bevölkerungen mit sehr hoher Zufuhr zeigen mehr Autoimmunthyreoiditis und Hypothyreose; die Kurve ist U-förmig [29]. Die EFSA setzt die Obergrenze bei 600 µg pro Tag [30]. Und Feyrer dokumentierte, dass die US-Jodierung bei älteren Menschen mit jahrzehntelang vergrösserter Schilddrüse die Todesfälle durch Schilddrüsenüberfunktion erhöhte [23]. Jod ist kein Vitamin, von dem der Körper Überschuss einfach ausscheidet und gut ist.
Zurück zur These
Die Jodempfehlung beantwortet eine Frage aus dem Jahr 1922: Wie viel braucht es, damit der Hals nicht anschwillt? Diese Frage hat die Schweiz brillant gelöst. Die Frage von 2013 – wie viel braucht es, damit ein Kind seine Lesegenauigkeit nicht im untersten Viertel verbringt – ist mit derselben Zahl nicht beantwortet, und die Kohortendaten zeigen, dass die Grenze höher liegt als der Kropf. Für Erwachsene ist die Empfehlung vermutlich genau das, was sie ist: ausreichend. Für Schwangere ist sie ein Minimum, das die Hälfte der Schweizerinnen heute verfehlt.
Die Alpen machten einst «beaucoup d’idiots». Wir haben das repariert – und lassen den Reparaturmechanismus gerade still verrosten, weil niemand mehr einen Kropf sieht.
QUELLEN
[1] Goodman J. A National Evil: The Curse of the Goitre in Switzerland. London Review of Books, 30.11.2023. (Journalistischer Essay; Zahlen aus Schweizer Konskriptions- und Schuldaten der 1920er; keine Primärstudie.)
[2] Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), Fluor- und Jodkommission: Jodiertes Salz. https://www.sams.ch/en/Projects/Overview-of-projects/Salt-iodisation.html
[3] Zimmermann MB, Jooste PL, Pandav CS. Iodine-deficiency disorders. Lancet 2008;372(9645):1251–62. DOI 10.1016/S0140-6736(08)61005-3. PMID 18676011.
[4] Zimmermann MB. The role of iodine in human growth and development. Semin Cell Dev Biol 2011;22(6):645–52. DOI 10.1016/j.semcdb.2011.07.009. PMID 21802524.
[5] Bürgi H, Supersaxo Z, Selz B. Iodine deficiency diseases in Switzerland one hundred years after Theodor Kocher's survey. Acta Endocrinol (Copenh) 1990;123(6):577–90. DOI 10.1530/acta.0.1230577. PMID 2284876 (PMID nach bestem Wissen, nicht verifiziert).
[6] Institut für Medizingeschichte, Universität Bern: Kretinismus / Einführung der Jodprophylaxe. https://iml.unibe.ch/en/topics/overview/stories-en/cretinisme
[7] Zimmermann MB. Research on iodine deficiency and goiter in the 19th and early 20th centuries. J Nutr 2008;138(11):2060–3. DOI 10.1093/jn/138.11.2060. PMID 18936198.
[8] Andersson M, Hunziker S, Fingerhut R, Zimmermann MB, Herter-Aeberli I. Effectiveness of increased salt iodine concentration on iodine status: trend analysis of cross-sectional national studies in Switzerland. Eur J Nutr 2020;59(2):581–93. DOI 10.1007/s00394-019-01927-4. PMID 30805694.
[9] Institute of Medicine. Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc. National Academies Press 2001. DOI 10.17226/10026. (Kapitel Jod: Herleitung des EAR aus Schilddrüsen-Jodumsatz.)
[10] D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Jod (DGE/ÖGE/SGE). Schweizer Spalte: 150 µg Erwachsene, 200 µg Schwangere/Stillende. Kein DOI; Werte gegen aktuelle Ausgabe prüfen.
[11] WHO/UNICEF/ICCIDD. Assessment of iodine deficiency disorders and monitoring their elimination, 3rd ed. WHO 2007. ISBN 978 92 4 159582 7.
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[13] Andersson M, de Benoist B, Delange F, Zupan J. Prevention and control of iodine deficiency in pregnant and lactating women and in children less than 2-years-old: conclusions and recommendations of the Technical Consultation. Public Health Nutr 2007;10(12A):1606–11. DOI 10.1017/S1368980007000432. PMID 18053287.
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[26] Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Jodmonitoring 2020–2022. https://www.blv.admin.ch/en/monitoring-iodine-status-of-the-swiss-population
[27] SAMW/BLV. Symposium «100 Jahre Jodsalz in der Schweiz», Oktober 2022. SAMW Bulletin 2/2022.
[28] Zava TT, Zava DT. Assessment of Japanese iodine intake based on seaweed consumption in Japan: a literature-based analysis. Thyroid Res 2011;4:14. DOI 10.1186/1756-6614-4-14. PMID 21975053.
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[30] EFSA Scientific Committee on Food. Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and Minerals. EFSA 2006. (Jod: UL 600 µg/Tag Erwachsene; Bericht, kein DOI.)

